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Samstag, 12. Oktober 2024

Emotionen - Debt

 Emotionen wie  Enttäuschung, Auflehnung, Wut und Traurigkeit lassen solche Bilder entstehen, in 15 Minuten. Solche Bilder nenne ich "Wurfbild".


 Titel: Muss weg!   -  Jahr: 2024

Technik: Acryl, Sand auf bedruckter Leinwand    -   Größe: 100 x 70 cm 

Ja, ich habe Schuld auf mich geladen. Denn ich habe eine Tochter geboren. Und wie alle Eltern habe ich Erziehungsfehler begangen. Ich habe sie geliebt, zu sehr. Verwöhnt, zu sehr. Ich habe sie frei gelassen, sie flog in die falsche Richtung. Sie wurde undankbar, belog und betrog mich. Ich suchte die besondere Schuld bei mir - vergeblich. Nach viel zu langer Zeit strich ich sie – so wie sie mich – in diesem Jahr endlich aus meinem Gedächtnis. Optisch vollzog ich es, indem ich ihr übergroßes Porträt übermalte. Es war befreiend. Seither suche ich die Schuld nicht mehr.


Sonntag, 26. Mai 2024

Was ich euch noch zeigen / sagen wollte ...

 Wenn ich schon mal am PC sitze ... 

hier noch ein paar Werke, die 2023 entstanden waren - als Nachwehen zur Ausstellung "hommage à ..."

Die Vorliebe für Antoni ist noch deutlich spürbar.

                     Titel: "Klare Stellungnahme" - Technik: mixed media - Größe: 35 x 65 cm


                                 Titel: "Arbeit - das beste Stimulans" - Objekt geschlossen - Größe: 37 x 36

                                          ... und aufgeklappt 37 x 66 


                                           "Sprachloses Schweigen" - Größe: 30 x 44 - 2023


                        Titel: "Umkehrung der Werte" - Objekt -  Größe: 68 x 48 (87 offen) 

         Der Drache lehrt uns: „Wer hoch aufsteigen will, muss es gegen den Wind machen.“

     

 
 Ich danke all jenen Betrachtern, die mich mit Unverständnis bis hin zu Ablehnung bedachten,           seit ich mit den alten Schachteln zu arbeiten begann, weil es das Beste aus mir hervorbringt –           meine Kreativität, meine Kunst. Ich bin eine Informel(le) geworden.

Montag, 3. Juli 2023

Hommage à Antoni Tapiès

Freigestrampelt von allen Anstrengungen des Kuratoriums hier meine fotos der Ausstellung insbesondere für alle Freunde der art informel.

Die 17 Werke entstanden - mit Ausnahme des ersten Werkes -  2022 und 2023 nach Zitaten von Antoni Tapiès und wurden nach sinntragenden Wörtern aus diesen Zitaten benannt. 

                                           Gesamtansicht "meiner Ecke"  

                           (ohne Werk 3, das links neben der Türe bei meiner Künstlerinfo stand)

                           

Werk 1

Am Ursprung der künstlerischen Berufung steht immer der 

                                 Schmerz einer starken, vitalen Erfahrung.


                                                                          Werk 2

“Se hace camino al andar”. Der Weg entsteht im Gehen.



Werk 3

                                                       … Künstler als Randfigur … 

 

 
 
Werk 4

Instinktiv habe ich immer jegliche Art von Dirigismus in der Kunst abgelehnt. 

 

 

Werk 5

“Farbe an sich” gibt es nicht. Was ich brauche, ist eine innere Farbe. 

  

Werk 6

Stille kann manchmal beredter sein als das Wort.

Haiku des berühmtesten jap. Haiku-Dichters Matsuo Basho:

Blühendes Gras auf dem alten Schlachtfeld

                                                                                   den Träumen entsprossen

der toten Krieger

Werk 7

Auf Seiten des Künstlers bedarf es der Authentizität und des profunden Denkens.

Haiku von Gochiku Nakabayashi:

Die lange Nacht

das Geräusch des Wassers

sagt, was ich denke.

 

 

Werk 8

Das entscheidende ist … eine wirkliche Spur zu hinterlassen, eine

lebendige Mitteilung, die fesselt und überdauert, auch wenn die Werke  

verschwinden oder …

Asiatisches Sprichwort: Hebe deinen Blick und du siehst keine Grenzen.

 

 

Werk 9

Wenn ein Künstler sich dennoch eines Tages entschließt, sich auf einen Meister der

Vergangenheit zu beziehen, dann nur deshalb weil er in ihm einen Menschen 

gefunden hat, der sich in der gleichen elementaren Einsamkeit bewegte …

 

 

Werk 10

… die Entwicklung fast immer auf einen Kampf gegen den Zeitgeschmack 

 hinausläuft.

 

Diptychon:

 Werk 11

Wir sollen uns deshalb nicht wundern, wenn er (der Künstler) manchmal bestrebt 

scheint, sich völlig entblößt zu zeigen.

Werk 12

Das Wesentliche an der Kunst ist ihre Rolle als Triebfeder, als Trampolin,

das uns zur Erkenntnis verhilft.


Werk 13

Der Künstler muss sich ganz ins Unbekannte stürzen,

muss alle Vorurteile verwerfen …

 

 

Werk 14

                                                                 Nichts ist gering.

 

 

Werk 15

Der Künstler erreicht nur dann positive Resultate, wenn er an seiner

einsamen Forschungsaufgabe arbeitet.

 

 

rechts

Werk 16

Künstler als … wunderlicher Außenseiter.

 

 

Ein Foto von Tapeès Atelier inspirierte mich zu dieser Assemblage. Es vereint Elemente die mein Seelenverwandter verwendete mit meinen Merkmalen. Die box links am Ende der Assemblage ist meine Urne, in der ich einmal beigesetzt werden möchte.

Werk 17

… einzig und allein das tägliche Experiment und der Zustand ständiger Wachsamkeit bringen manchmal im völlig unerwarteten Augenblick das

Wunder zustande: und dann beginnt ein an und für sich stumpfes Material

mit einer Ausdruckskraft zu sprechen, die man kaum mit etwas anderem vergleichen kann.

Hinzufügen möchte ich noch ein Zitat von AT:

“ Der Wert eines Kunstwerks

ist allein an seinen Wirkungen zu messen. “

Die Wirkungen in dieser Ausstellung waren so verschieden wie die Menschen an sich. Besonders freute ich mich, dass insbesondere von Fachleuten aus der Kunstgeschichte positive Rückmeldungen kamen. 


Ich bitte die schlechte Darstellung hier zu entschuldigen, meine PC-Kenntnisse sind nicht gerade berauschend, ich verbringe meine restliche Lebenszeit lieber mit der Kunst.