Kurz vor der Ausschreibung begann ich, ein Buch über Mozart und seinen Bezug zum jüdischen Leben „auszulöschen“. Nicht weil ich etwas gegen Mozart habe oder gar gegen Juden, sondern weil mich die darin beschriebene Abneigung von Kaiserin Maria Theresia gegen Juden störte, ich trage schließlich ihren Namen. Das schön gebundene Buch aber gefiel mir.
So begann ich, die Schrift mit weißer Acryl-Farbe zu übermalen, dann folgte schwarz, schließlich karminrot, je nach Emotion und Tagesverfassung. Nur wenige Fotografien, die mir gefielen und die teilweise zum Zeitgeschehen passten, ließ ich stehen. Einige Seiten begann ich ganz vorsichtig ein wenig neu zu gestalten, und nun im Zusammenhang mit Sein und Nichts ist mir klar, dass ich das Nichts überwinden wollte.
Die Stille der Worte: Objekt - Buch mit Übermalungen, Holzvogel, 30x40x50, 2024/25
„Die Stille ist das Geheimnis jeder Kunst. In der Stille sehen und hören wir mehr.“ (A. Appelfeld)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen