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Samstag, 7. Juni 2025

Toxisch

Die Werkreihe „TOXISCH“ entstand zu einer Zeit, der nahezu unvorstellbare Ereignisse voraus gingen, die nicht abrissen … 24. Februar 2022 beginnt Putins schrecklicher Krieg gegen die Ukraine. 7. Oktober 2023 die Hamas überfällt Israel, im Anschluss überfallen weitere Aggressoren dieses Land. Die Liste der Attentate, Sprengstoffanschläge, Flugzeugentführungen, Terroranschläge erreicht 2024 eine Zahl in schwindelerregender Höhe. Täglich hört man „Ukraine“, „Gaza“. Anschläge auf Menschengruppen in der Öffentlichkeit erfolgen in immer kürzer werdenden Abständen. An Orten, deren Namen spätestens jetzt jeder kennt: Zürich, Grünheide, Murnau, Mannheim, Solingen, München, Rotterdam, Aschaffenburg, Magdeburg. Anschläge mit Fahrzeugen, Schusswaffen, Messerattacken. Erschreckende Zahlen von Toten und Verletzten. Dazwischen Gedenkfeiern für frühere Anschläge. Migrationspanik. In Deutschland zerfiel die Ampelregierung wegen unablässiger Streitigkeiten, in der Weihnachts- und Faschingszeit folgte ein schmutziger Wahlkampf. Die Wahl von Trump und den Folgen seiner Macht sind täglich präsent. Man hörte kaum noch von positiven Ereignissen in den Nachrichten. Die ganze Welt schien vergiftet.

Ich musste für mich einen Weg finden, um diesen Druck zu reduzieren. Wie immer half mir die Kunst. Ich begann über Giftpflanzen nachzudenken, mich näher zu informieren. Wollte sie darstellen, aber auf andere Weise, als man es früher machte, mit akribisch genauen Zeichnungen aller Pflanzenteile. Ausnahme: lateinische Namen. Mit Bleistift kaum lesbar. Die oft unbekannte Gefahr. Wie bei den Auslösern dieser Werke. Ich wählte alte, unschöne Wellpappe. Musste abreißen, aufreißen, verletzen, durchstechen, Schönheit und Gefahr zugleich darstellen. Nur wenige Pflanzenteile, vornehmlich die giftigen. Wenig Farbe. Dünnes, durchsichtiges Seidenpapier als Symbol gleichermaßen für die Verletzlichkeit sowie das Ungefährliche durch Kenntnis. Und wie immer - die Viererreihe der Dochthalter.

Sehr viele Giftpflanzen wachsen in Gärten. Sie sind wunderschön anzusehen und dienen der Tierwelt teilweise als Nahrung und / oder Behausung. Wenn man sie kennt, richtig behandelt und achtet stellen sie keine Gefahr dar. Ich habe sie seit mehr als einem halben Jahrhundert ganz nahe bei mir. Und ich liebe sie. Wie meine Kunst.


Aconitum napellus - Blauer Eisenhut
 

 
 Taxus baccata - Eibe

 

 Laburnum - Goldregen
 


Wisteria, Glyinie - Blauregen
 

Daphne mezereum - Seidelbast

 


Convallaria majalis - Maiglöckchen 


Hedera helix - Efeu
 
 Digitalis purpurea - Fingerhut 
 
Colchium autumnale - Herbstzeitlose

 

 

Cornium maculatum (Schierling) 

wächst üblicherweise nicht im Garten, ist jedoch bekannt durch Goethes „König in Thule“, der den „Goldenen Becher“ nahm, um sein Leben zu beenden.


 Die Größen der Arbeiten liegen ungefähr zwischen 35 und 60 cm.

Samstag, 12. Oktober 2024

Ich habe dich so lieb

Marcel Duchamp meinte, die Maler sollten sich mehr von Literaten als von Malerkollegen inspirieren lassen. Mit großer Intensität arbeitete ich 2023-24 an einer künstlerischen Gedichtinterpretation von Joachim Ringelnatz.  

Joachim Ringelnatz war ein deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler, der vor allem humoristische Gedichte verfasste mit witzigen und wohlklingenden Reimen. Unter dem Namen Hans Bötticher wurde er am 7. August 1883 im sächsischen Wurzen geboren. Seine Ehepartnerin Leonharda Pieper, mit der er von 1920 bis zu seinem Tod 1934 verheiratet war, nannte er liebevoll Muschelkalk. Zur Zeit der Weimarer Republik zählten Schauspieler:innen wie Asta Nielsen und Paul Wegener zu seinen engen Freunden und Weggefährten. Im Alter von nur 51 Jahren starb er in Berlin an Tuberkulose (Erkrankung der Atem- Wege). Sein teils skurril, expressionistisch, witzig und geistreich geprägtes Werk ist noch heute sehr bekannt und beliebt.

Meine folgenden vier Werke stellen die bildnerische Interpretation eines seiner beliebten Gedichte dar:

 „Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
eine Kachel aus meinem Ofen
Schenken.

Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
Leuchtet der Ginster so gut.

Vorbei – verjährt –
Doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
Ist leise.

Die Zeit entstellt
Alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.

Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache
An einem Sieb
.

 

Werk 1 

 Titel: Ich habe dich so lieb  

Technik: Materialbild, Acryl auf Hemd/MdF   -   Größe: 61 (96) x 123 cm

Dieses Werk von 2000 kennt ihr schon von meinem Katalog. Mit drei weiteren Materialbildern knüpfte ich daran an.

Im Jahr 2000 war dieses bekannte Gedicht Ausgangspunkt für eines meiner Werke. Damals stand die Überschrift im Mittelpunkt. Der Satz „Ich habe dich so lieb“ war Ringelnatz offenbar besonders wichtig. Es gibt eine schöne Redewendung: Wenn man jemanden lieb hat und für ihn alles tun würde, dann sagt man, dieser Mensch könnte „mein letztes Hemd“ bekommen.

Ich wandte mich nach Absolvieren der wichtigsten Techniken wie Zeichnen, Radierung, Aquarell, Malerei auch Collagen zu, und fertigte Werke mit verschiedenen Materialien und Fundstücken an, sowie objets trouvés, ohne Künstler wie Marcel Duchamps (1887-1968), Robert Rauschenberg (1925-2008) und Antoni Tapiès (1926- 2012) damals zu kennen. 

Dieses „letzte Hemd“ steht im Mittelpunk dieses Werkes während meiner damaligen weißen Phase. Es gehörte meinem Lebenspartner und ich verwendete es spontan, ohne ihn vorher gefragt zu haben. Ich wusste genau, er würde es mir „ohne Bedenken … schenken“. Das Hemd hängt links, damit daneben genug Raum verbleibt, für das Gedicht und für die Liebe. Die nur leben kann, wenn jeder genug Raum bekommt. Am oberen Rand des Hemds sind die Löcher des Siebs angedeutet, über die Ringelnatz in der letzten Strophe des Gedichts schreibt: „Die Löcher sind die Hauptsache an einem Sieb.“


Werk 2

Titel: traurig zu Mut   -   Jahr 2023

Technik: Objekt auf Leinwand   -   Größe: 50 x 50

Auch hier wird die traditionelle Grenze zwischen Malerei und Skulptur aufgehoben. Die Malerei ist mit einem Objekt aus dem Alltag kombiniert und somit erweitert, hin zum dreidimensionalen Raum. Das alte Metall-Sieb (von meiner Aussteuer aus den 70er-Jahren), wie u.a. auch im Werk von Antoni Tapiès zu finden ist, analog zu seiner (und meiner) Aussage „Nichts ist gering“, hat auch hier bereits „die Zeit entstellt“ - es hat zwar schon Rost angesetzt, aber noch sind alle Löcher da, so wie es sich gehört. Aber … Der feurig rote, glänzende Hintergrund „leuchtet“ und nimmt Bezug auf Ringelnatz´s Stellung während des NS-Regimes (Bühnenverbot, Bücherverbrennung). Die Gefangenen innerhalb des Siebs haben „nichts getan“. Sie werden dargestellt durch namenlose Gesichter, wie ich sie bereits 2013/14 als Symbol für NS-Opfer im Holocaust künstlerisch verwendete – Böden von Teelichthaltern, mit entsetzten, aufgerissenen Augen, sowie ein paar Dochthaltern, die seit 2003 in meinem Werk eines meiner bevorzugten Merkmale für Leidende sind. Eines der Metallplättchen trägt das Porträt von Joachim Ringelnatz. Diese Gesichter können, eingesperrt und zusammengepfercht im Innenraum des Siebs, wie damals in den KZs, nur durch die Löcher nach draußen schauen – in den Außenraum. Aber eigentlich wollten sie „nicht bleiben“. Ihnen fehlt es an Atem. Den hatte man ihnen genommen. Zuletzt sogar den Atem zum Leben, Überleben.                                                                                            „Traurig zu Mut“ - für die Betroffenen wie für die Überlebenden im Nachhinein. „ Doch nimmer vergessen“.                                                                                                                                               Die Metallstreifen verwende ich seit längerem gerne als „Rahmen“ bei Kunstwerken – nichts ist gering!, sowie zur Begrenzung oder Verbindung von Räumen.

Die Hauptsache, wie sie in Bild 3 folgt, wären damals für die Menschen auch Löcher gewesen, solche, durch die sie in den Freiraum, die Freiheit hätten entkommen können.

 


Werk 3

Titel: die Hauptsache   -   Jahr 2023

Technik: Objekt auf Leinwand   -   Größe: 50 x 50

              „Unsere Seele ist wie ein Vogel,                                                                                                     

              den Fängen der Jägers entkommen;

             das Netz ist zerrissen,

              und wir sind frei.“                                  (Ps 124,7)

Wie in Werk 2, erscheint hier wieder das Sieb. Positioniert als „Hauptsache“ ebenfalls mittig auf der Leinwand, entgegen den gängigen Regeln der Kunst.

Hier befinden sich jedoch die vorher Eingesperrten, Misshandelten, diejenigen die „nichts getan“ hatten, in einer neuen Situation: „vorbei“. Das alte Sieb war im Laufe der Zeit zerbrochen - „die Zeit entstellt“, die Zeit heilt aber auch Wunden. Dadurch öffnete sich das Gefängnis der Traurigkeit zu einem großen Loch – das war „die Hauptsache“. Gesprengt von der Kraft der Liebe, können die Traurigen nun aus ihrer vorherigen unwürdigen Situation entkommen. Sie können „reisen“. Sie „können nicht bleiben“. Sie bekommen Raum – und können wieder atmen ... Symbol dafür die Libelle, ein kleines Wesen mit hauchdünnen, zarten Flügeln, zart wie die Liebe. Rein und unschuldig wie die Liebe – und „leise“ wie der nun wieder weiße Hintergrund.

Damit sollte die Liebesgeschichte eigentlich zu Ende sein, aber die Vergangenheit lehrt uns, dass …

 


 

Werk 4

Titel: Epilog   -   Jahr 2023

Technik: Objekt auf und vor Leinwand   -   Größe: 30 x 30

 Ich arbeite gerne mit Zahlen (Fibonacci), auch mit der Zahl 4. Bei meiner Ikebana-Ausbildung (1965 – 1977) erfuhr ich, dass im Japanischen die Zahl 4 gleichbedeutend ist mit Tod.

Die Farben weiß – rot – schwarz erinnern an die White, Red, Black Paintings von Robert Rauschenberg (1951). Mit den White Paintings thematisierte Rauschenberg den Anspruch, Kunst und Leben zu verbinden. Dem stimme ich zu. Schwarz stand bei ihm für die Selbstbeschränkung auf das Quasi-Nichts, das ihm bei der Suche nach sich selbst als Ausgangspunkt diente. Es bedeutete auch das Nicht-Wissen, wie es (für ihn künstlerisch) weitergehen würde. Auch hier ist dieser Aspekt gegeben. Die Farbe Schwarz (außen matt, innen glänzend) scheint mit einem Prozess der Transformation verbunden. Sie lässt sich als Mittel zur Grenzüberschreitung deuten, vom Sichtbaren zum Unsichtbaren, vom Materiellen zum Spirituellen, vom Bewussten zum Unbewussten.

Der Betrachter mag Werk 4 vielleicht dahingehend selbst interpretieren.

Sicher kennst Du das Kinderlied von 1890: „ Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt a kloane Wanz´n, schaut´s nur grad die Wanz´n o, wia die Wanz´n … ko … bis hin zur Pause im Lied – Atempause? Die Wanze als Abhörgerät? „Bellt“ bereits „ein Hund“?

Für mich ist die Wanz´n zum Todesvogel mutiert und sitzt bereits in den Startlöchern, um …

auch das Sieb wartet bereits darauf, seine Opfer einzufangen.

Ob sich das grausame Schicksal der Machtergreifung wiederholt, wird die Zukunft zeigen. Ein deutlicher Ruck nach rechts ist bereits erkennbar. Ein weiterer Krieg ab 7. Oktober 2023 bestätigt die schlimmsten Ahnungen.

Ich ende mit einem Zitat, das auch auf mich zutrifft. Auch ich will mit meinen Werken das politisch-soziale Gewissen des Betrachters ansprechen - ich will mit meinen Werken Botschaften übermitteln.

„Ich möchte die Leute wachrütteln“, so Rauschenberg, „ich möchte, dass die Leute das Material betrachten und darauf reagieren. Ihre individuelle Verantwortung möchte ich ihnen bewusst machen, sowohl für sich selbst wie für die übrige Menschheit. Wie einfach ist es, der Welt gegenüber selbstgefällig zu sein. Die Tatsache, dass du ein paar Groschen für eine Zeitung ausgibst, beruhigt fast schon dein Gewissen. Mit der Lektüre glaubst du bereits deinen Teil getan zu haben. Und du wickelst dein Gewissen in die Zeitung, so wie du deinen Abfall darin einwickelst.“

Danke , dass du bis hierher durchgehalten hast. Ich verrate dir, warum es heute so viel mehr ist.    Ich hatte diese Arbeit im Mai 2024 bei einer Ausstellungsbewerbung "Atem der Kunst" in der Art bv Berchtoldvilla eingereicht. Sie wurde von der Kuratorin abgewiesen.                                         Ringelnatz´ Bücher wurden mit Machtantritt der Nationalsozialisten wurden auf den Index gesetzt und er erhielt Bühnenverbot.    -    Ich befinde mich sozusagen in bester Gesellschaft. 

  

 

Sonntag, 26. Mai 2024

Ausstellung "Sinnieren über Zeit und Alter" im Wohnstift Mozart in Ainring

 Die Ausstellung "Sinnieren über Zeit und Alter", bei der ein lieber Kunstfreund, Dieter Schaffer, zusammen mit mir ausstellte, war ein schöner Erfolg. Die Bewohner des Wohnstifts brauchten zwar ein wenig, um vor allem mit meinen abstrakten und gegenstandslosen Werke in Kontakt zu kommen, aber nach einem Künstlergespräch, in dem viele interessante Aussagen, teils sogar total widersprüchliche zu hören waren, waren sich die interessierten Bewohnerinnen und Bewohner, sowie die Gäste von "draußen", einig - das sollte wiederholt werden. In einer kurzen Umfrage stellte sich das Thema "Kunst trifft Literatur" als besonders gefragt heraus. Dazu hatte ich ohnehin erst kürzlich drei neue Werke passend zu einem bereits vorhandenen gemacht, über die ich zum gegebenen Zeitpunkt berichten werde.  

Hier nun einige Fotos von der Ausstellung

Meine linke Hälfte der Ausstellung. Die Ausstellungswände stellten mich vor eine Herausforderung ...

                                               Die Serie "Hoya" hier in der Gesamtansicht warf viele Fragen auf ...

"Die kleine Rothaarige" wurde eine "oide Schachtl" - links unten ein Foto von mir aus Kindertagen im zerbombten München - damals entwickelte sich schon meine Vorliebe zur Natur und zur Kunst - insbesondere zu den Schachteln.

 

"Vergänglichkeit" zeigt die Schönheit morbider Natur - eine tote Opuntie aus Griechenland, dem Land aus dem ich etliche Inspirationen für "meine" Kunst mit nach Hause brachte.

"Das Geheimnis der Erlösung ist Erinnerung" - steht in chinesischer Kalligrafie auf der hommage an meinen Bildhauer-Vater zu seinem 100. Geburtstag. Er hatte mir die Kunst und meinen Namen in die Wiege gelegt. Danke Papa!


 Hier konnte man sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen. Auf der Staffelei: " Haltbarkeitsdatum abgelaufen" - das Bild ist meinem geliebten Cousin Heini gewidmet, der leider viel zu früh von uns gehen musste - mit 19 Jahren.

Darunter meine Urne, in der ich einst in der Natur liegen möchte. Sie zeigt einiges, was mir menschlich und künstlerisch wichtig ist. In diesen Schuhen lief ich bisher zu allen Veranstaltungen die mit den Stolpersteinen in Verbindung stehen. Ein für mich sehr wichtiges Thema. 


 Linke Seite: "Die Kinder es Teufels" nach dem gleichnamigen Theaterstück konfrontiert mit einen Stück Geschichte Salzburgs. 

Rechte: "Verlorene Zeit" und die Zeit heilt nur "Fast alle" Wunden.

"Come in", erlaubt den Besuchern, in mein Leben einzutreten und das Auf un Ab zu erkunden. Die Fragen der Gäste dazu waren sehr interessant. Ich konnte fast alle beantworten.

Hier schließlich ein Angebot für die Gäste, die gegenständliche Bilder bevorzugen - eine Kombination aus meinen Radierungen von 1978/ 1981 und den "Schachteln" ab 1996. 
Meine Vorliebe für Pappe und Karton, für Schachteln (keine neuen!) kommt aus meiner Kindheit - das Angebot an Spielzeug war damals sehr überschaubar, aber leere Schachteln gab es immer im Lebensmittelgeschäft meines geliebten Opas.
 
Eine kleine Vorschau: Im Juli / August bin ich wieder mit dabei bei der kommenden Ausstellung in der Art bv Berchtoldvilla - bis dann ...
herzliche Grüße an alle meine Besucher dieser Seite.