Samstag, 6. November 2021

Das Geheimnis der Erlösung 2018-19

Bereits im Juni 2018 begann ich eine Arbeit am 100. Geburtstag meines Vaters Hans-Peter Beck. Er lebte zur Zeit meiner Zeugung als Bildhauer in Murnau, befreundet mit Gabriele Münter und weiteren bekannten Künsltern. Als Dank dafür, dass er mir meine Begabung in die Wiege gelegt hatte, wollte ich mich bei ihm auf diese Weise bedanken. Als Scheidungskind hatte ich ihn viel zu wenig getroffen - ich hätte ihn so gerne noch manches gefragt ... Das Bild war als one-year-project angedacht. Beginnend am 2. Juni 2018 wollte ich ursprünglich ein Jahr lang jeden Tag daran arbeiten, je nach Zeit und Intuition. Aber es kam anders ... Doch am 2.6.2019 widmete ich das Bild meinem Vater. Danke Papa!


Titel: Das Geheimis der Erlösung, 100 x 100, Acryl auf LW

Die chinesische Kalligrafie bedeutet: Das Geheimnis der Erlösung ist Erinnerung

Ich stellte es im Okt. 2021 anlässlich einer Veranstaltung beim Kulturverein Ainring aus, zusammen mit l5 Fotos von Stationen der Entstehung.

Umschwung 2021 - Hoya

Nach einer Reihe "anstrengender" Arbeiten musste ich aus dem gefühlten Tief wieder irgendwie heraus kommen. Ich begann mit meinem Lieblingsblau (gemäß Yves Klein) und so entstandt die Serie "Hoya". Hoya ist eine Zimmerpflanze, nahezu unkaputtbar. Man kann sie lange vergessen, aber kaum bekommt sie wieder Wasser oder gar Nährstoffe in Hydrokultur, beginnt sie, wieder schöne, glänzende Blätter zu treiben. So lief es nun mit diesen Bildern. Beim nächsten wählte ich dann dunkelrot, dann goldgelb, am Ende noch grau, die "Farbe des Zweifels".  Alle Bilder verbindet die Abgehobenheit, der Abstand der Kartonschichten, auf jedem verschiedene Kartons aus meiner umfangreichen Sammlung, kombiniert mit kleinen "Accessoires". Auf dem matten Mittelstreifen findet sich jeweils ein Spruch zur Kunst.


Hoya blau und rot: 90 x 60, mixed media, Acryl auf LW, Karton

in der Mitte


Hoya gelb: 100 x 35

zu beiden Seiten



Hoya grau: 2 Mal 30 x 40  bzw. 25 x 30

Ausschnitte:






Freitag, 6. August 2021

Leben und Tod sind eins

 Anlässlich der Ausstellung "IN MOTION" vom 9.7. - 19.8.21 in der Berchtoldvilla - art bv Salzburg entstand während des Lockdowns in wochenlanger Arbeit mein größtes Objekt, im Stil der arte povera, wie die Kuratorin Christiane Pott sagte. Auf 16 aufgeklappten Tragetaschen sind einzelne Lebensphasen dargestellt, ergänzt durch 5 Einzelbilder aus früheren Schaffensperioden. 

Titel: "Leben und Tod sind eins",

Technik: Objekt mit mixed media, Größe: 2 x 3 m



  Weitere Informationen findest du in der PNP vom 14.7.21

Donnerstag, 12. November 2020

414 +

 Schon seit längerem hatte ich die Absicht, grafisch und ohne Fotos ein Werk zum Thema als eine Art Zusammenfassung zu machen.

Als ich mit dem Entwurf und den umfangreichen Vorarbeiten 2019 begann, waren gerade 414 Gedenksteine verlegt -  daher der Titel. Das + (plus) verweist darauf, dass 2020 noch weitere folgten und folgen werden. Auch sie können dann auf bereits vorbereiteten Blättern ergänzt werden. Auf schwarzem Tonpapier sind je Blatt ca. 100 abgerundete, unterschiedlich große Quadrate mit Goldstift gezeichnet. Die Größe ist vom Alter der Opfer abhängig. Die größten Quadrate stehen für die ältesten Opfer, die kleinsten für die jüngsten. Die 7 Bögen Tonpapier sind auf der Rückseite einer gerahmten, bemalten Leinwand angebracht. Das nach unten Hängen und die Leere der Quadrate symbolisieren die Trurigkeit über gewaltsam abgebrochenes, unausgefülltes Leben.



 Titel: 414 +, Objekt – Grafik , Malerei auf Papier /Leinwand, 40 x 50 cm

Stolpersteine in Salzburg - Spanienkämpfer

Zu Beginn der PAndemie kämpften gerade viele Menschen in Spanien um ihr leben. Das veranlasste mich, für die Opfergruppe der Spanienkämpfer ein Bild zu gestalten. Der Umriss von Spanien und die Farben der Flagge auf dem Aufhänger zeigen den Schauplatz des grausamen Geschehens. Die Fotos sind so verteilt, dass bei Neuverlegungen eventuell neu hinzukommende auch noch ihren Platz finden können. Dennoch bemühte ich mich, einen räumlichen Zusammenhang der bisherigen Opfer zum Land herzustellen. Das Bild hat auch einen speziellen Bezug zur Gegenwart: die meisten der Opfer waren nach Spanien gegangen, weil sie in der Heimat Österreich keine Arbeit finden konnten.


Titel: Spanienkämpfer, 43 x 48, Collage auf Karton


2020 Stolpersteine in Budpest - itt lakott (hier wohnte)

Der Besuch im Nov 2019 in Budpest hat mich auf die Idee gebracht, ein Pendantbild zu "hier wohnte" zu gestalten  mit dem Titel  "itt lokott". Ich konnte während der Woche in Budapest nur etwa 20 Stolpersteine als Rohmaterial für die Arbeit selber fotografieren. Die Opfernamen und Straßen entnahm ich dem Internet. Die meisten Gedenksteine wurden für jüdische Opfer verlegt. Alle weiteren schickte mir meine liebe Freundin mm, die ich aufgrund der Ausstellung dort kennen lernte. Unermüdlich fuhr sie durch die Stadt, um die Gedenksteine zu fotografieren und mir zu schicken. Diese verarbeitete ich dann zur Collage. Alle bisher in Budapest verlegten 165 Steine sind auf dem Bild enthalten, was innen im Stadtplan wegen der Vielzahl nicht Platz fand, gestaltete ich am Rand links oben und links unten. Während er Arbeit begleiteten mich auch Bücher über den Holokaust in Budpest. Nach einem halben Jahr unermüdlicher Arbeit, auch in der ersten Zeit der Pandemie, war das Bild dann im Juli 2020 fertig.

Ich widme es einem Ungarn, meinem lieben verstorbenen Freund Stefan Himmel, der im Gegensatz zu seinen Eltern und drei seiner Brüder den Holokaust überlebte und der mich ein Stückweit kurz nach dem Krieg in meiner Kindheit begleitete.

 Titel: itt lakott, 100 x 100 cm, Collage und mixed media auf Papier

                                           Entstehung - Straßenplan

                                           Ausschnitt - Mitte


Mittwoch, 27. November 2019

2019 - Freude und Erfolg in Budapest

Liebe Interessenten meiner Kunst, insbesondere der Werke zu den Stolpersteinen,

die Ausstellung "Útak - Wege" in der Joszefsváros Galéria in Budapest war für mich sehr erfolgreich und mit viel Freude verbunden. Ich war total überrascht, als bei der Eröffnung der Chefredakteur Lásló Bassa und der Fotograf László Varga auf mich zu kamen, und mir mir sprachen. Lásló Bassa wollte so vieles wissen über meine Arbeit mit den Stolpersteinen. Wir unterhielten uns sehr gut und er erklärte mir, dass er gerne einen Artikel über mich ins interset stellen möchte. Ich war natürlich sehr erfreut darüber, dass meine Arbeit einen solch guten Anklang gefunden hatte - gerade an einem Ort, wo das Thema Holocaust eine so bedeutende Rolle spielt.
Ich habe in Budapest - leider war die Zeit dort viel zu kurz - einige der Straßen aufgesucht, in denen Stolpersteine verlegt sind, und habe sie fotografiert. Mir fiel dabei auf, dass die Metallplatten sehr gut gepflegt waren. Auch habe ich Straßen gefunden, die in dem Buch "Glück" von György Konrád beschrieben sind. Das alte Jüdische Viertel war trotz argem Regen, der interessanteste Tag in dieser herrlichen Stadt.
Hier findest du den Artikel, den László Bassa verfasst hat:

https://www.szombat.org/kultura-muveszetek/salzburg-botlatokovei


köszönöm - danke für dein Interesse ...
viszontlátásrá - auf Wiedersehen ...